Als Englisch-Lehrer in Thailand arbeiten – Traum oder Utopie?

Als Englisch-Lehrer in Thailand arbeiten – Traum oder Utopie?

Wer träumt nicht davon dem tristen Wetter in Deutschland zu entfliehen und seine Brötchen unter der heißen Sonne Thailands zum Beispiel als Englisch-Lehrer zu verdienen? Leben und Arbeiten in einem Paradies wie Chiang Mai oder Bangkok, das hört sich zwar äußerst verlockend an, aber ist es wirklich so einfach getan wie gesagt? Welche Hürden und welche Chancen erwarten einen, wenn man in Thailand nicht nur urlauben, sondern auch arbeiten möchte?

Erste Hürde: Arbeitserlaubnis

Auch wenn man gerade im Internet häufig liest, wie einfach es ist in Thailand zu arbeiten, so sollte man sich doch davon nicht blenden lassen – und vor allem niemals auf die Idee kommen, illegal dort zu arbeiten. Denn bei „Schwarzarbeitern“ verstehen die Thailänder keinen Spaß! Es droht dabei nicht nur ein Aufenthalt hinter Gittern, man wird bald darauf auch das Land verlassen müssen.

Jobangebote, die keine Arbeitsgenehmigung beinhalten, sollte man auf keinen Fall annehmen! Die Arbeitsgenehmigung muss nämlich vom neuen Arbeitgeber beantragt werden – und dies klappt auch nur unter bestimmten Voraussetzungen: die Sprachschule, bei der man als EnglischLehrer arbeiten möchte, muss begründen, warum er für diese Stelle keinen Thai einstellen kann. Da nur relativ wenige Thai als Englisch-Lehrer arbeiten können, ist dies zwar ein geringeres Problem – aber ein größeres ist die Frage, warum man einen Nicht-Muttersprachler (non-native speaker) einstellen sollte. Das bedeutet, man sollte über wirklich exzellente Englisch-Kenntnisse verfügen – im besten Falle natürlich akzentfrei.

Private und staatliche Sprachschulen

In Thailand gibt es zwei verschiedene Arten von Sprachschulen: die privaten oder auch internationalen sowie die staatlichen Thaischulen. Als deutscher Muttersprachler eine Anstellung bei einer der privaten Schulen als Englisch-Lehrer zu ergattern, ist relativ schwierig und erfordert mindestens einen BA/ Dipl./ MA Abschluss in Englisch. Auch längere Aufenthalte in englischsprachigen Ländern können die Chancen auf eine Anstellung bei diesen Schulen verbessern.

Staatliche Schulen haben etwas geringere Ansprüche an ihre Englisch-Lehrer, doch auch hier muss man mindestens über das TESOL-Zertifikat verfügen, um eingestellt zu werden. Allerdings gibt es bei den staatlichen Sprachschulen oftmals nur leere Versprechungen, was das Einholen der Arbeitsgenehmigung betrifft – man bewegt sich also oftmals auf wackeligen Beinen am Rande der Legalität.

Geringes Gehalt und harte Konditionen

Als Englisch-Lehrer in Thailand arbeiten mag sich zwar verwegen und verlockend anhören, aber der Job ist härter, als man denken würde. Viele der Klassen sind mit bis zu 45 Personen vollbesetzt und einen Regel-Lehrplan finden man nur bei den wenigsten Schulen. Auch die Bezahlung ist mit 15.000 – 30.000 Baht eher bescheiden (die Gehälter bei privaten/internationalen Schulen können etwas  höher ausfallen) – und umfasst nicht, wie in Deutschland, eine Krankenversicherung.

Alternativen zum Lehrer-Job

Es ist zwar nicht ganz einfach, seinen Lebensunterhalt in Thailand als Englisch-Lehrer zu verdienen, aber es kann sich, wenn der entsprechende Elan und Wille vorhanden ist, als Traumjob erweisen, in welchem man durchaus erfolgreich sein kann. Doch es gibt einige Alternativen, bei welchen man als Deutscher mit guten Englisch-Kenntnissen in Thailand noch viel bessere Chancen hat. Gerade in der Tourismus-Branche gibt es immer wieder einen recht großen Bedarf an internationalen Mitarbeitern: ob als Tauchlehrer oder Hotelmanager, Immobilienverkäufer für internationale Kunden oder Reiseleiter – nicht nur Thailand, sondern auch Länder wie Laos oder Myanmar bieten  viele Möglichkeiten, sich dem Traum vom Leben unter Palmen zu verwirklichen.

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Michael Schaller
Jahrelange Reisen in Südostasien - besonders in Thailand, Laos und Kambodscha. Daraus entstand eine große Leidenschaft und treue Liebe. Vor Ort setze ich mich tatkräftig für den Elefanten-Schutz ein. Michael findest Du auch bei Google+ und Twitter.
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